Blumenkranz
Elizabeth Thallauer
Hinweis: Klicken Sie auf [Mixed Reality] oder auf [Augumented Reality] und testen Sie, welche Variante besser auf Ihrem Smartphone funktioniert.
Power Flower
Vom 6. August bis 9. November 2026
Die standortbasierte, digitale 3D-Skulptur „Blumenkranz“ der Künstlerin Elizabeth Thallauer thematisiert den anhaltenden Verlust der globalen biologischen Vielfalt. Durch den Klimawandel und intensive Landnutzung verschwinden weltweit natürliche Lebensräume. Das Werk widmet sich speziell jenen Pflanzenarten, die in Deutschland bereits ausgestorben sind. Viele davon standen einst in engem Zusammenhang mit der historischen Leinenproduktion und wurden im Zuge der landwirtschaftlichen Umgestaltung verdrängt.
„Blumenkranz“ macht diesen ökologischen Verlust sichtbar und konfrontiert Betrachter mit dem zerstörerischen Einfluss des Menschen auf die Umwelt. Gleichzeitig sucht die Installation über das Medium der Kunst nach einer Form der Reflexion und Versöhnung mit dem Verlorenen.
Die Veröffentlichung des Werkes am 6. August – dem Todestag von Theodor W. Adorno – versteht sich als leiser Verweis auf das fortwirkende Erbe des Philosophen. Als ehemalige Adorno-Stipendiatin greift Thallauer einen zentralen Gedanken aus dessen Ästhetischer Theorie auf, der bis heute an Aktualität besitzt:
„In den Kunstwerken ist der Geist nicht länger der alte Feind der Natur. Er sänftigt sich zum Versöhnenden.“ Theodor W. Adorno (11.09.1903 – 06.08.1969)
Elizabeth Thallauer arbeitet in verschiedenen künstlerischen Formaten und interdisziplinären Projekten. Ihre künstlerische Praxis ist forschungsbasiert und bewegt sich an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Aufbauend auf ihrem Hintergrund in der Bildhauerei entwickelt sie installationsbasierte, medienübergreifende Arbeiten. Diese setzen sich mit spekulativen Zukunftsszenarien und technologisch vermittelten Realitäten auseinander. Sie hat an zahlreichen internationalen Projekten, Ausstellungen und experimentellen Formaten in Europa teilgenommen.